Versteckte Subvention für WM?

Die Ökologisch Demokratische Partei Oberallgäu, so deren Kreisrat Michael Finger, empfindet den Zuschuss von über 200.000 € des Landkreises zum ÖPNV WM Ticket als versteckte Subvention.

"Wir haben schon Millionen in das Projekt NWM 2021 gesteckt. Dass jetzt die WM GmbH beschließt die Tickets des ÖPNV ab Buchloe im Preis um drei bis fünf Euro zu senken, ist zwar auch in unserem Sinne, aber doch eine Aufgabe des Veranstalters der die Eintrittsticket verkauft und nicht des Landkreises der schon vier Millionen Euro regionales Steuergeld im Jahr 2018 zum Projekt WM zugeschossen hat" führt Finger aus.

Der Landkreis Oberallgäu hat der FIS Nordische Ski Weltmeisterschaft 2021 GmbH im Jahre 2018 einen Bau und Investitionszuschuss von knapp vier Millionen Euro neben den Fördergeldern von Bund, Land und Gemeinde Oberstdorf zur Verfügung gestellt. Die Gesamtsumme von 40 Millionen €, wird nahezu zu 100% vom Steuerzahler getragen. Alle Rechte liegen bei der FIS NWM 2021 GmbH, egal ob TV Vermarktung oder die Verpflegung vor Ort. Hier werden Millionen verdient so die ÖDP, die direkt dem Verband und damit den Funktionären zu fließen. "Dass die Anlagen und deren Technik im Laufe der Jahre auch den Landkreis Millionen kosten, zeigt der Sanierungsfall Skiflugschanze", so der ÖDP-Kreisrat.

Laut ÖDP sind Millionen in Bau und Technik geflossen. Es gibt Pläne über Pläne, aber ein Verkehrskonzept mit ÖPNV findet sich nicht, bzw. füllt wahrscheinlich eine DIN-4-Seite.

Sport ist aber immer, so die ÖDP, eine kurzweilige Ablenkung von Stunden, so dass von Anfang an klar ist, dass die Veranstaltung auf Tagesgäste abzielt. Für dieses Publikum fehlt im Oberallgäu zum Start der Vor-WM in drei Monaten noch alles und ob in einem Zeitraum von 14 Monaten zur WM 2021 der Alex fährt, der regionale ÖPNV funktioniert und der Busbahnhof in Oberstdorf und Sonthofen steht, mag jeder selbst entscheiden mal abgesehen von dem ÖPNV Loch Kempten.

"Doch weitere 200.000 € für umsonst aus der Steuerzahlertasche sind zu attraktiv um Nein zu sagen", so Kreisrat Finger.

Grafik von Michael Finger

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