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Westanschluss Augsburg HBF – Straßenbahnlinien 3 und 5

ÖDP Augsburg fordert, die Variante über die Rosenaustraße als Vorzugsvariante weiter zu verfolgen

Der Umbau des Augsburger Hauptbahnhof zur Mobilitätsdrehscheibe ist wohl eine der wichtigsten Baumaßnahmen für den Öffentlichen Personennahverkehr in Augsburg. Mit dem Tag, wo dem Augsburger Stadtrat die Unterlagen für den weiteren Verlauf der Linie 3 bzw. Linie 5 im Planungsabschnitt 1 bis zur Bürgermeister Ackermann Straße zur Beratung und zum Beschluss für die bleibende Trassenvariante 4C, die eine Flügelung über die Hörbrotstraße und Pferseer Straße vorsieht, vorgelegt werden soll, ist es nun raus. Der Öffentlichkeit wurde bekannt gegeben, was eigentlich von vielen schon lange befürchtet und auch oft hinterfragt wurde. Mit Inbetriebnahme der neuen Haltestelle unter dem Hauptbahnhof wird voraussichtlich bis mindestens 2026 keine Tram auf der Westseite hinausfahren können.

Seit fast 10 Jahren wird nun an der Mobilitätsdrehscheibe unter dem Augsburger Hauptbahnhof gegraben und in dieser Zeit ist es nicht gelungen, die Weiterführung in den Augsburger Westen voranzutreiben bzw. pünktlich zu realisieren, so Michael Leimböck, Mobilitäts und Verkehrspolitischer Sprecher der ÖDP in Augsburg.

Der Augsburger Stadtrat sollte sich nun in seiner Sitzung am 26.11.2020 über den derzeitigen Sachstand austauschen und in der Dezembersitzung dann die Vorzugsvariante der Stadt Augsburg, 4C, mit Flügelung über die Hörbrotstraße und Pferseer Straße beschließen. Im Vorfeld wurde aber über ein Jahr der Entscheidungsprozess, welche der 33 vorliegenden Varianten als geeignet erscheinen, hinter verschlossenen Türen getätigt.

Am Ende des Abwägungsprozesses blieb aber noch eine weitere Variante übrig, die ebenfalls als sinnvoll umsetzbar eingestuft wird. Die Variante direkt über die Rosenaustraße bis zur Ackermannstraße (5A). Die hätte auch den Vorteil, dass bis zur Pferseer Straße Baurecht besteht und mit der Ausschreibung bis dahin sofort begonnen werden kann, so Michael Leimböck. Dann würde der Anschluss zur Linie 3 nach Westen wenigstens zügig umgesetzt werden können.

Unser ÖDP Stadtrat Christian Pettinger hat daher auch einen Dringlichkeitsantrag an Frau Oberbürgermeisterin Weber gestellt. Darin fordert er, dass die Variante über die Rosenaustraße als Vorzugsvariante zur Linienführung der Linien 3 und 5 in die Planfeststellung einfliesen soll. Die sogenannte Flügelungsvariante soll nicht weiterverfolgt werden.

Dabei sieht er, dass Bau und Betriebskosten für die Flügelungsvariante höher sind. Die Fahrzeit ist länger und die Straßenbahn muss mehrere Kurven bewältigen. Daher geht auch eine größere Lärmbelastung für die Anwohner einher.

Ebenfalls könnte bei einer vorzeitigen Realisierung der Anbindung der Linie 3 an den neuen Bahnhofstunnel mit dem Rückbau der Schienen in der Pferseer Unterführung dort ein Unfallschwerpunkt entschärft werden.

Christian Pettinger stellt dabei auch fest, dass die Flügelungsvariante im Bürgerworkshop "Go West" nur entwickelt wurde, da eine Führung der Tram über die Rosenaustraße wegen dem dort sanierungsbedürftigen Kanal als "nicht durchführbar" dargestellt wurde.

Wenn die Variante Rosenaustraße kommen soll, könnte man dort auch sofort mit der Kanalsanierung beginnen und in dieser Zeit kann man in die Planfeststellung gehen. Mit Abschluss der Sanierung und einer Ertüchtigung für das Gewicht der Straßenbahnen könnte dann sofort gebaut werden.

Da aber für die Kanalsanierung ein Bypass über Perzheim und Holzbachstraße vorgesehen ist, kann der Kanal unter der Rosenaustraße auch trockengelegt und von innen saniert werden. Die Unmöglichkeit einer Trassenführung über die Rosenaustraße ist also nicht mehr gegeben, so Christian Pettinger.

Durch den Wegfall der Parkplätze an der südlichen Seite der Pferseer Straße ergäbe sich bei der Rosenauvariante ein deutlicher Vorteil für die Radfahrenden. Ebenso würde eine Gefahrenstelle für Radfahrende beseitigt, durch den Wegfall der Linksabbiegemöglichkeit für KFZ aus der nördlichen Rosenaustraße in Richtung Pferseer Tunnel. Dies war auch eine Forderung aus dem Radbegehren!

Die Frage, wieviel Bäume bei beide Varianten nun fallen müssen, ist auch noch nicht abschließend geklärt. Die ÖDP sieht hier einen deutlicheren Vorteil bei der Rosenaustraßenvariante. Wenn man die Straßenbahn im Verkehr mitschwimmen lässt, könnte man dort die meisten Bäume erhalten.


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