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ÖDP- Traunstein plant Mahnwache für die Opfer der Katastrophe des Tschernobyl Atomreaktorunfalles und informiert u.a. über die immer noch ungeklärte „sichere“ Endlagerung

ÖDP- Traunstein plant Mahnwache für die Opfer der Katastrophe des Tschernobyl Atomreaktorunfalles

Am 26.April jährt sich die Katastrophe des Tschernobyl- Atomreaktorunfalles zum 35. Mal.

Wie der ÖDP Kreisvorsitzende Georg Huber unserer Zeitung berichtet, plant die Traunsteiner ÖDP, seit längerem, aus diesem Anlass, am 26.April mit einer Mahnwache am Stadtplatz in Traunstein auf die Gefahren und Folgen der Nutzung der Atomkraft aufmerksam zu machen, welche in der am 07.04. abgehaltenen Kreisvorstandssitzung vorbereitend diskutiert wurde.

Außerdem, so Siglreitmaier Bruno soll anhand von Karten und weiterem Informationsmaterial, auf die Problematik des strahlenden Atommülles und der immer noch ungeklärten „sicheren“ Endlagerung - die deutsche Gesetzgebung fordert eine sichere Lagerung über 1 Million Jahre! - hingewiesen werden.
Barbara Gutleben-Regensburger berichtete dazu, dass Teilgebiete der Landkreise Traunstein und Rosenheim in die Endlagersuche mit aufgenommen wurden.

Siglreitmaier erinnerte in dem Zusammenhang an den Deal der Atomkraftwerksbetreiber, die sich durch eine einmalige Zahlung von 24,1 Mrd. in den „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ sämtliche finanzielle Verantwortung entledigt haben. Die Kosten von Zwischenlagerung, Transporten zwischen den Zwischen- und Endlagerstätten, also auf den Staat übertragen haben. Schon jetzt scheint aber klar, dass hierfür wesentlich höhere Kosten auf uns Staatsbürger zukommen werden!
Indem Zusammenhang findet er, sei es umso ärgerlicher, dass die Bundesregierung nun auch noch 2,4 Mrd. Euro an „Entschädigung“ an die AKW-Betreiber bezahlen muss. Dies nicht zuletzt wegen des Drucks durch internationale Schiedsgerichte. Daher sei es auch so wichtig, „Freihandelsabkommen“ wie CETA zu verhindern. Nicht ohne Grund, so Maria Dirnaichner, unterstützt die ÖDP Traunstein auf ihrer Homepage einen Aufruf, der Initiative Stopp TTIP TS-BGL, die Petition „CETA verhindern“ zu unterschreiben.

ÖDP-Kreisrätin Ute Künkele wies auf die langfristigen Folgen der radioaktiven Verseuchung hin.
Von Cäsium (137) mit einer Halbwertszeit von 30 Jahren, sind im Boden immer noch die Hälfte der radioaktiven Nuklide vorhanden, die Auswirkungen auf Mensch und Tier, also auch auf die Nahrungskette hängen von der Bodenbeschaffenheit und Nutzungsart ab.

Besondere Brisanz erfährt das Thema nachdem neuerdings – auch aus alternativen Kreisen – wieder argumentiert wird, dass durch den Kohleausstieg die Energieerzeugung mit Atomkraftwerken eine Option ist. Für Hermann Hofstetter ist das gefährlicher Unsinn und nicht zukunftsfähig, da in Bayern genügend preiswerter Strom erzeugt werden kann, wenn die Genehmigungsbehörden die Blockadepolitik endlich aufgeben und insbesondere in Kommunen großzügig Bürgerwerke unterstützen.
Der Info-Stand kann unter Beachtung der Corona Hygieneregeln zwischen 16:30 – 17:30 Uhr, die Erlaubnis des Landratsamtes vorausgesetzt, besucht werden. Auf der Homepage „oedp-traunstein.de“ kann eingesehen werden, ob Änderungen notwendig werden, so Sigreitmaier Bruno, der als Versammlungsleiter in Verbindung mit dem Landratsamt Traunstein steht.