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Neues Problem mit Gentechnik in der Landwirtschaft

Presseinformation des ÖDP-Bezirksverbandes Niederbayern

Nachdem diese Woche Greenpeace eine Studie von unabhängigen Wissenschaftlicher veröffentlicht hat, dass in Deutschland zugelassener Gen-Mais Nierenschäden bei Tieren auslöst (Presse und Fernsehen haben darüber berichtet), nun ein neues Problem. Gensoja als Nahrung für Schweine löst bei diesen Durchfall aus. Wird Gensoja als Futtermittel durch gentechfreies Soja ersetzt, dann hört dieses Krankheitssymptom wieder auf. Anfänglich gegen dieses Krankheitssymptom angedachte Impfungen sind somit nicht mehr notwendig und waren auch niemals notwendig gewesen, wenn nicht gentechnisch verändertes Soja als Futter verwendet worden wäre.

 

Brisant wird diese Meldung dadurch, weil die Firma Novoplant im Frühjahr in Gatersleben manipulierte Erbsen anbauen will, die Gene von Mäusen enthalten. Nach Angaben der Firma produzieren die Pflanzen ein Medikament gegen Durchfallerkrankungen von Schweinen. Die Erbsen sollen zukünftig, als Ersatz für die mittlerweile verbotene vorbeugende Gabe von Antibiotika, dem Futter von Schweinen beigemischt werden. Pharmazeutikahaltiges Erbgut der Gen-Erbsen könnte jedoch, zum Beispiel durch Insektenbestäubung, andere Erbsenfelder kontaminieren und damit in die Nahrungskette gelangen. Da nun die Ursache für den Durchfall bei Schweinen gefunden wurde und durch Verzicht auf Gensoja in der Nahrung die Erkrankung nicht mehr auftritt, wird dieser neuerliche Gentechversuch zusätzlich ad absurdum geführt.

 

Wie beim Genmais, so hatte es auch hier immer geheißen, dass alles von den Behörden überprüft worden sei und alles absolut sicher sei. Wie in der Abendschau in Bayerischen Fernsehen (Moderatorin Renate Herzberg) am 19.03.07 berichtet, wird von unabhängigen Fachleuten kritisiert, dass bei der Zulassung von Gentech-Produkten von den Behörden im Wesentlichen nur auf Angaben der Gentech-Firmen vertraut und zu wenig selbst geprüft wird. Die Fachleute fordern deshalb eine komplette Neuprüfung des Risikopotentiales der Gentechnik in der Landwirtschaft.

 

 

 

Quellenbezug:

 

Abendschau, Bayerisches Fernsehen, 19.03.07

Josef Feilmeier, Lagerhaus Feilmeier (s. unten), sowie Umweltinstitut München

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Kreisrat Peter-Michael Schmalz

 

ÖDP-Bezirksvorsitzender,

Referent für Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz des Marktes Langquaid

 

 

 

Quelle 1:

 

Von Josef Feilmeier:

 

Eine kleine Information zum Thema Erbsen:

 

Die Erbsen sind gedacht gegen Schweinedurchfall. Wir können mittlerweile

massenhaft Betriebe nennen, die das Problem mit dem Schweinedurchfall ganz

einfach gelöst haben. Sie haben alle nur gentechnikveränderten Soja durch

gentechnikfreien ersetzt. Innerhalb weniger Tage war alles verschwunden.

Impfungen sind nicht mehr notwendig. Ursache für die Erkrankungen sind

vermutlich die hohen Glyphosphatwerte in den Bohnen.

 

Bitte gebt die Meldung zur Verbreitung weiter. Warum immer so kompliziert.

Die Industrie schafft Probleme, um dann Impfstoffe oder neue

Genveränderungen verkaufen zu können.

"Die Industrie hat die Lösungen - aber zu wenig Probleme dazu!!!"

 

Viele Grüße

 

Feilmeier Lagerhaus GmbH & Co. KG

Feilmeier Josef

 

 

 

Quelle 2

 

Genpflanzen stoßen auf immer größeren Widerstand:

 

75.000 gegen Erbsen mit Mäuse-Genen

 

Umweltinstitut München fordert das Aus für riskanten Feldversuch in

Sachsen-Anhalt

 

 

Berlin/München, 12. März Das Umweltinstitut München hat dem Bundesamt

für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) heute in Berlin

75.000 Einwendungen gegen einen geplanten Feldversuch mit genmanipulierten

Pharma-Erbsen in Gatersleben (Sachsen-Anhalt) übergeben.

Andreas Bauer, Gentechnikexperte beim Umweltinstitut München, forderte

das BVL als zuständige Genehmigungsbehörde und Landwirtschaftsminister

Seehofer bei der Übergabe auf, den Antrag der ostdeutschen Gentechnikfirma

Novoplant abzulehnen.

Nie zuvor gab es mehr Einwendungen gegen einen Freisetzungsversuch.

Novoplant will im Frühjahr in Gatersleben manipulierte Erbsen anbauen,

die Gene von Mäusen enthalten. Nach Angaben der Firma produzieren die

Pflanzen ein Medikament gegen Durchfallerkrankungen von Schweinen. Die

Erbsen sollen zukünftig, als Ersatz für die mittlerweile verbotene

vorbeugende Gabe von Antibiotika, dem Futter von Schweinen beigemischt

werden. Pharmazeutikahaltiges Erbgut der Gen-Erbsen könnte jedoch, zum

Beispiel durch Insektenbestäubung, andere Erbsenfelder kontaminieren und

damit in die Nahrungskette gelangen.

 

Pharma-Pflanzen stellen ein nicht abschätzbares Risiko für die Umwelt

und die Gesundheitvon Mensch und Tier dar, sagte Bauer bei der Übergabe der

Unterschriften. Da eine Verunreinigung von Lebensmitteln durch Gen-Pillen

vom Acker nicht ausgeschlossen werden kann, muss der Anbau von

Pharma-Pflanzen grundsätzlich verboten werden, so Bauer weiter. Durch den

Einbau von Tiergenen in Erbsenpflanzen überschreite Novoplant jedes ethisch

vertretbare Maß.

 

Der Anbau der Pharma-Erbsen ist auf dem Gelände der Genbank Gatersleben

geplant. Dortlagern die Samen von mehr als 140.000 traditionellen

Nutzpflanzen- und über 5500 Erbsensorten aus aller Welt. Davon werden

jährlich mehrere hundert zur Erhaltung ihrer Keimfähigkeit im Freiland

angebaut. Da der Abstand zu dem geplanten Gen-Acker lediglich 500 Meter

betragen soll, ist es absehbar, dass diese wertvollen und einzigartigen

Pflanzen gentechnisch verunreinigt werden. Der hochsensible Standort

Gatersleben, fordert Bauer, müsse grundsätzlich von Genpflanzen freigehalten

werden.

 

Das Umweltinstitut München kritisiert, dass die Firma Novoplant massiv

mit Steuergeldern gefördert wird, unter anderem vom

bundesforschungsministerium. Darüber hinaus hatte Novoplant im

Genehmigungsantrag an das BVL ungünstige Ergebnisse eines

Fütterungsversuchs verschwiegen. Dieser Versuch hatte ergeben, dass die

Verfütterung der Erbsen an Schweine keinen positiven Effekt auf den Verlauf

der Infektion hat.

 

Harald Nestler, Vorstand beim Umweltinstitut München, fordert

Konsequenzen aus dem Erfolg der Unterschriftenkampagne: Es ist auf Dauer

sicher schädlich für die Demokratie,wenn eine Technologie gegen den Willen

von 80 Prozent der Verbraucher und Landwirte durchgesetzt werden soll. Die

Sicherheit unserer Lebensmittel, so Nestler, dürfe nicht auf dem Altar

kurzfristigen Profitdenkens geopfert werden. Herr Seehofer sollte

erkennen, dass er Verbraucherschutzminister und nicht Genminister ist.

Er muss diesem Spuk auf unseren Feldern endlich Einhalt gebieten. Die

Menschen wollen nicht zu Versuchskaninchen der Genindustrie werden. Und sie

möchten ihre Umwelt nicht für riskante Experimente zur Verfügung stellen.

 

 

--

Andreas Bauer

Dipl.-Agr.-Ing. (FH)

Abteilung Gentechnik

Umweltinstitut München e.V.

www.umweltinstitut.org


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