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Der Landtag vergisst das Wichtigste

Vor wenigen Tagen haben britische Wissenschaftler in der führenden Fachzeitschrift "Science" eine Studie zur Klimabedeutung unseres Ernährungssystems veröffentlicht. Knapp zusammengefasst: Wenn wir als industrialisierte Menschheit so weiteressen wie derzeit üblich, wird das nichts mit dem 1,5-Grad-Ziel. Selbst wenn es gelänge, subito alle anderen Klimakiller-Emissionen abzustellen, würden wir uns in die Überhitzung des Planeten futtern... Die Forscher fordern daher, die Aufmerksamkeit beim Klimaschutz mehr als bisher auf Landnutzung und Ernährungsgewohnheiten zu richten: Radikal weniger tierische Produkte, mehr regional-saisonale Pflanzenkost, weniger Energieaufwand in der gesamten Produktionskette - vor allem bei Düngemitteln und Transport. Und natürlich: Schluss mit der Wegwerfmentalität bei Lebensmitteln!

Das alles ist dem aufmerksamen Publikum eigentlich seit langem bekannt. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass der Bereich Nahrung und Landwirtschaft (übrigens ebenso wie der Bereich Verkehr...!) im gestern vom Landtag beschlossenen Bayerischen Klimaschutzgesetz keine substanzielle Berücksichtigung findet. Leider haben CSU und FW ein Gesetz ohne jeden Nähr-Wert geliefert. Im Maximilianeum wurde wieder einmal fades Fastfood aus der Lobbyküche, statt ein anspruchsvoll-edles, nahrhaft-gesundes Bio-Menu kredenzt.


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